Das James-Webb-Weltraumteleskop fängt das klarste Bild von Neptuns Ringen ein

Das James-Webb-Weltraumteleskop fängt das klarste Bild von Neptuns Ringen ein

21.09.2022 0 By admin

Das James Webb Orbital Observatory hat rekordverdächtig klare Bilder der Gas- und Staubringe rund um Neptun, den am weitesten von der Sonne entfernten Gasriesen, sowie Fotografien der Hälfte seiner Satelliten erhalten. Diese Bilder werden Wissenschaftlern dabei helfen, die Entstehungsgeschichte von Neptuns Ringen und Monden zu enträtseln.

Das James-Webb-Weltraumteleskop fängt das klarste Bild von Neptuns Ringen ein

Die ersten von James Webb aufgenommenen Bilder von Neptuns Ringen bestechen durch ihre Klarheit. Viele von ihnen sind seit dem Vorbeiflug der Voyager 2 an Neptun im Jahr 1989 nicht mehr auf Fotos zu sehen. Diese Bilder haben es uns ermöglicht, Neptun und seine Ringe und Monde in einem ganz neuen Licht zu sehen “, sagte die Europäische Weltraumorganisation in einer Erklärung.

Große Ringe aus Staub und Gas umgeben nicht nur Saturn, den zweitgrößten Planeten im Sonnensystem, sondern auch viele andere Gasriesen, einschließlich Neptun. Aufgrund des Mangels an orbitalen Missionen in der Nähe dieses Riesenplaneten sowie der großen Entfernung zu ihm werden diese Gas- und Staubansammlungen von Wissenschaftlern fast nicht untersucht.

Das James-Webb-Weltraumteleskop fängt das klarste Bild von Neptuns Ringen ein

Diese Lücke haben Astronomen mit Hilfe des amerikanischen Weltraumteleskops „James Webb“ geschlossen, das Mitte des Sommers dieses Jahres seine wissenschaftlichen Arbeiten im Orbit aufgenommen hat. Wissenschaftler verwendeten die ultraempfindliche Infrarotkamera NIRCam der NASA, um ultra-detaillierte und klare Bilder von Neptun und seiner Umgebung aufzunehmen.

Auf diesen Bildern sind neben den Gas- und Staubringen des am weitesten entfernten Gasriesen des Sonnensystems auch helle Methanwolken zu sehen, die in der oberen Atmosphäre des Planeten schweben, sowie Spuren von Stürmen und atmosphärischen Strömungen. Darüber hinaus sind auf Neptun-Bildern riesige polare Hurrikane zu sehen, die den Süd- und Nordpol des Planeten bedecken.

Außerdem gelang es „James Webb“, sieben der 14 Neptunmonde auf einmal einzufangen, darunter auch seinen größten Trabanten Triton. Der Ursprung dieses kleinen Himmelskörpers ist unter Planetenforschern seit langem umstritten, da seine ungewöhnliche Umlaufbahn möglicherweise darauf hindeutet, dass Triton nicht in der Nähe von Neptun entstanden ist, sondern aus den Weiten des Sonnensystems dorthin geschleudert wurde. Wie die Wissenschaftler hoffen, wird eine weitere Untersuchung von Neptun mit Hilfe von «James Webb» eine Antwort auf diese Frage geben.